Der
Studienkreis zur Erforschung und
Vermittlung der Geschichte des deutschen Widerstandes 1933 - 1945
e.V. wurde 1967 in Frankfurt/M gegründet. Zu seinen
Gründungsmitgliedern gehörten unter anderen Wissenschaftler wie Prof. Dr.
Wolfgang Abendroth, Prof. Dr. Hans W. Bartsch, Prof. Dr. Walter
Fabian, Prof. Dr. Heinz Joachim Heydorn, Prof. Dr. Walter Klafki,
Dr. Arno Klönne und Edgar Weick sowie ehemalige Widerstandskämpfer und
Opfer der Nazi-Diktatur wie Oskar Müller, D. Martin Niemöller,
Dr. Max Oppenheimer, Dr. Josef Rossaint, Robert Scholl und Günter
Weisenborn.
Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehört es, den antifaschistischen Widerstand
in den Jahren 1933 bis 1945 in seinem gesamten politischen und
sozialen Spektrum zu erforschen und vor allem die in der
Öffentlichkeit wenig beachteten oder ausgeklammerten Aspekte des
Widerstands bekannt zu machen.
An drei Tagen in der Woche ist das Dokumentationsarchiv
des deutschen Widerstands für alle geöffnet, die Informationen und
Erkenntnisse über die Zeit 1933-1945, vor allem über den
antifaschistischen Widerstand, über NS-Verfolgung, Zwangsarbeit, das
NS-Lagersystem und über die verschiedenen Opfergruppen der Nazidiktatur
suchen.
Umfangreiche wissenschaftliche Literatur, Schrift- und
Bilddokumente, darunter auch Interviews mit ehemaligen
WiderstandskämpferInnen, wissenschaftliche Beratung, Gespräche mit Zeitzeugen, die Vermittlung von Kontakten - dies alles gehört zu den
Leistungen, die das Dokumentationsarchiv seinen BesucherInnen für ihre unterschiedlichsten Vorhaben anbietet.
Lokalgeschichtliche Forschung oder Projekte von SchülerInnen,
StudentInnen werden begleitet. In unregelmäßigen Abständen organisiert der
Studienkreis Veranstaltungen, Lesungen und Seminare. Der Studienkreis arbeitet direkt oder
unterstützend und
beratend in zahlreichen Gedenkstätteninitiativen, Organisationen und
Initiativen ehemaliger KZ-Häftlinge oder Verfolgter mit.
Die Schwerpunkte der Forschungs- und Dokumentationstätigkeit des
Studienkreises haben sich im Laufe der Jahrzehnte geändert, sie versuchten
aber immer, ein Korrektiv zur selektiven Widerstandswahrnehmung durch die
bundesrepublikanische Öffentlichkeit zu sein.
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