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Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Mitglieder und FreundInnen des Studienkreises,
mit der Einführung der Rubrik "pro und contra" haben wir als Vorstand des Studienkreises
beschlossen, die Diskussion um die Weiterentwicklung des Studienkreises transparent, offen und vielfältig aufzunehmen. Der Austausch über das
Selbstverständnis, die Rolle und Aufgaben des Studienkreises wird hier in Form einer Diskussion um den Namen des
Studienkreises geführt. Soll er beibehalten oder geändert werden, und wenn es einen neuen Namen geben soll, wie soll er
lauten? Dabei geht es uns um eine langfristige Diskussion, in die sich möglichst viele Mitglieder und mit dem Studienkreis verbundene Menschen einbringen sollen, und die auf Mitgliederversammlungen,
wie der letzten am 2. Dezember 2000 in Frankfurt, fortgeführt werden soll.
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Die Zusammensetzung der Mitglieder hat sich in den letzten Jahren verändert, viele Jüngere haben den Weg in den Studienkreis
gefunden. Der politische und gesellschaftliche Hintergrund aller Mitglieder ist sehr unterschiedlich, und dies macht die große
Vielfältigkeit im Bereich Forschung und Weitervermittlung im Studienkreis aus. Das Diskussionsforum soll helfen, die
verschiedenen Zugänge zum Studienkreis miteinander ins Gespräch zu bringen.
Der Beginn der Diskussion hat bei einigen älteren Mitgliedern, den Mitbegründern des Studienkreises, Ängste und Bedenken
hervorgerufen, dass möglicherweise "leichtfertig" die politischen Ursprünge, die Geschichte des Studienkreises und damit ihre
Geschichte durch schnelle Beschlüsse über Bord geworfen werden könnten. Wir nehmen diese Bedenken und Ängste ernst.
Dass sie bestehen, zeigt uns gleichzeitig, wie wichtig und notwendig diese Diskussion ist. Nur im Austausch miteinander
lässt sich voneinander lernen.
Nur über die gemeinsame Diskussion lässt sich ein von den Mitgliedern gemeinsam getragenes Selbstverständnis des
Studienkreises entwickeln. Wir wünschen und erhoffen uns eine solidarische Diskussion, die davon geprägt ist, die Geschichte des
antifaschistischen Widerstandes in Deutschland von Deutschen und Menschen anderer Nationalitäten zu bewahren und durch
Vermittlung in gegenwärtiges und zukünftiges gesellschaftliches Handeln zu übersetzen.
Wir möchten alle Mitglieder ermutigen, sich an dieser Diskussion zu beteiligen. In der Zeit bis zur nächsten Mitgliederversammlung ist dies auch in Form von Briefen möglich, die wir versuchen werden,
in einem unserer nächsten Mitgliederrundbriefe bzw. an dieser Stelle zu veröffentlichen.
Der Vorstand
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"informationen" Heft 55 |
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