Band
5/2: Baden-Württemberg
II, Regierungsbezirke Freiburg und Tübingen.
In diesem Band wird dokumentiert:
Der Widerstand von Gruppen und Personen aus der Arbeiterbewegung, aus der
katholischen und evangelischen Kirche und der Glaubensgemeinschaft der Zeugen
Jehovas, aus bürgerlichen und militärischen Kreisen. Erinnert wird an
zahlreiche Menschen, die sich dem NS-Regime nicht anpassten, Verfolgung
ausgesetzt waren, ermordet wurden.
Der illegale Grenzverkehr am Oberrhein und am Bodensee: Transportwege für
antifaschistische Zeitungen aus der Schweiz, Stationen und Hilfe für
Verfolgte auf der Flucht in die Schweiz.
Die ersten KZ: Ankenbuck, Heuberg und das Fort Oberer Kuhberg bei Ulm.
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Stationen der Verfolgung der jüdischen Menschen: Boykott und Enteignung,
Novemberprogrom, Zwangsumsiedlungen nach Buttenhausen, Gailingen,
Haigerloch, Herrlingen, Tigerfeld, Deportationen nach Gurs und in die Vernichtungslager;
jüdische Friedhöfe und einige wenige Synagogen als letzte Zeugen zur
Geschichte des Landjudentums.
Das
Schicksal der Sinti und Roma: Entrechtung, rassistische Erfassung,
Deportationen in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau; eine bemerkenswerte
Gedenktafel in Tübingen, die nicht allein an die Ermordeten erinnert,
sondern auch von den Tätern spricht.
Die Verfolgung von Behinderten: Zwangssterilisierungen, Räumung der badischen
und württembergischen Heime und Heil- und Pflegenanstalten, die erste
Tötungsanstalt im Rahmen der "Aktion T4": Grafeneck, Gräber von
"Euthanasie"-Opfern auf Gemeindefriedhöfen.
Opfer der nach den rassistischen NS-Gesetzen "verbotenen Liebe":
Mahnmale für ermordete polnische Zwangsarbeiter; das Schicksal der deutschen
Partnerinnen.
Rüstungszentren am Bodensee, im Schwarzwald und in Oberschwaben; Orte der
Zwangs- arbeit von ausländischen Kriegsgefangenen und von vor allem aus
Osteuropa zur Zwangsarbeit deportierten Frauen, Männern und Kindern; die
Kriegsgefangenenlager Offenburg und Villingen.
Vernichtung durch Arbeit in den Außenkommandos der KZ Natzweiler und Schirmeck
bei den unterirdischen Industrieverlagerungen in Haslach im Kinzigtal, in
Überlingen und bei der Ölschiefergewinnung in den Lagern des Unternehmens
"Wüste" im Zollernalbkreis.
Verbrechen der letzten Kriegstage: Erschießungen von deutschen Deserteuren
und ausländischen Zwangsarbeitern.
Gräber von Opfern der Zwangsarbeit auf Gemeindefriedhöfen; verwischte Spuren
durch Umbettungen; die "Russenfriedhöfe" in Biberach,
Donaueschingen und Friedrichshafen; die KZ-Friedhöfe in Birnau am Bodensee
und im Zollernalbkreis.
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