Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 e.V. Kinder im KZ Theresienstadt/ Antifaschismus

"informationen" Heft 62, November 2005, 30. Jg.

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Titelbild informationen 62
 
Wiesbaden: Mahnmal für NS-Opfer endgültig gescheitert ...

Überblick

In vier Beiträgen wird das Schwerpunktthema "Rückkehr in ein fremdes Land" beleuchtet: Hermann Unterhinninghofen beschreibt die schwierige Situation der Überlebenden und die solidarische Hilfe aus der Schweiz anhand von Unterlagen, die Alfred Hausser dem Studienkreis vor einiger Zeit übergeben hat und nun in der CSS-Datenbank der wissenschaftlichen orschung zur Verfügung stehen. Zwei Überlebende - Trude Simonsohn und Peter Gingold - berichten über ihre Erfahrungen in den ersten Jahren nach der Befreiung. Christine Krause rekonstruiert die Debatte um Antisemitismus, Rückkehr und Wiedergutmachung,
die von der Bewegung Freies Deutschland im mexikanischen Exil geführt wurde.

Der Beitrag von Monique Brinks über die Groninger Roten Hilfe leitet das Thema ein, das auch die beiden nächsten Ausgaben
der informationen bestimmen wird: Der Widerstand gegen den deutschen Faschismus in seiner europäischen Dimension.

Mehr als ein Gestaltungselement sind die abgebildeten Werke von antifaschistischen Künstlern, die wir dem 1960 erschienenen Buch des Münchner Kunsthistorikers Richard Hiepe: Gewissen und Gestaltung (Frankfurt/Main: Röderbergverlag) entnommen haben. Dieses Buch war die erste Publikation in deutscher Sprache, die sich mit dem Widerstand gegen den Faschismus im Bereich der bildenden Kunst befasste. Hiepe machte damals auf die Gründe der zögerlichen bis verweigerten Rezeption antifaschistischer Kunst aufmerksam: "Kunst dürfe, ja könne nicht politisch sein. Dies ist eine alte und mächtige Anschauung, die zutiefst in der Entwicklung der neueren und der gegenwärtig in der Bundesrepublik führenden Kunststile nachwirkt." Viele der von ihm vorgestellten Künstler sind heute wieder in Vergessenheit geraten.

Titelbild:

Karl Hubbuch, Aufmarsch, Litho aus der Mappe "Deutsche Belange", 1925-1927. (Richard Hiepe: Gewissen und Gestaltung. Deutsche Kunst im Widerstand. Röderberg-Verlag, Frankfurt am Main, 1960)

Montage: Gottfried Schmidt.

 
 


Inhalt
sverzeichnis

Editorial >>Mehr dazu
Hermann Unterhinninghofen. "Die Verfolgten von gestern sind die Erbauer der Zukunft." Zur humanitären Hilfe der Centrale Sanitaire Suisse für NS-Opfer - Seite 5 >>Mehr dazu
"Jeder musste ja sein weiteres Leben meistern." Erinnerungen von Trude Simonsohn an die Jahre nach der Befreiung, aufgezeichnet von Ursula Krause-Schmitt - Seite 14 >>Mehr dazu 
"Auf dem schnellsten Weg nach Deutschland" (Teil 1). Peter Gingold im Gespräch mit Saskia Wenger und Michael Nolte - Seite 18 >>Mehr dazu
Christine Krause. Die Resolution der Bewegung Freies Deutschland in Mexiko vom Dezember 1944 - Rekonstruktion einer Debatte um Antisemitismus, Rückkehr und Wiedergutmachung - Seite 23
Monique Brinks. Menschenschmuggel. Die Geschichte der Groninger Roten Hilfe - Seite 27
Karl Heinz Jahnke. Notiz: Neues und Widersprüchliches zur Münchener Widerstandsgruppe "Weiße Rose" - Seite 32
Hans Adamo. Geschichte, die in Gegenwart und Zukunft wirkt. Rückblick auf die Gedenkveranstaltungen zum 60. Jahrestag der Befreiung - Seite 34
Michail Krausnick. Mahnmal-Streit: Sinti, Roma oder "als Zigeuner"? - Seite 37
Buchbesprechungen - Seite 38
Thomas Altmeyer. Wieder entdeckt: Der lautlose Aufstand von Günther Weisenborn - Seite 46

Gottfried Schmidt. Warum es in Wiesbaden keinen Gedenkort für die NS-Opfer geben wird ... -
Seite 48

 

 
Impressum:

Informationen des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945 e.V.
Nr. 62, November 2005, 30. Jahrgang, ISSN 0938-8672
Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 e.V.
Rossertstraße 9, D-60323 Frankfurt am Main,
Telefon (069)72 15 75, Fax (069) 71 03 42 54,
E-Mail: kontakt@studienkreis-widerstand-1933-45.de
Internet: http://www.studienkreis-widerstand-1933-45.de

Redaktion: Thomas Altmeyer, Ursula Krause-Schmitt, Jana Mikota, Gottfried Schmidt
Gestaltung: Grafik & Satz, Gottfried Schmidt, Mühltal, (06151) 9 51 80 87
Erscheinungsweise: Zweimal jährlich (Frühjahr/Herbst)
Verkaufspreis: Abonnement 11 Euro; Einzelheft 5.50 Euro jeweils zuzüglich Versandkosten
Bankverbindung: Postbank Frankfurt/Main, Konto 314124-603, BLZ 500 100 60
Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion
© Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-45 e.V.

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