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Zwangssterilisationen und „Euthanasie"
Diese Ausgabe hat die Zwangssterilisationen und die als
„Euthanasie" ausgegebene Vernichtung von behinderten oder von den Faschisten
als solche bezeichneten Menschen zum Schwerpunkt.
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Dorothee Roer greift die Tatsache auf, dass erneut eine Diskussion über
den Unwert menschlichen Lebens geführt wird; dem folgt eine Schilderung des Schicksals
von Ruth Preissler durch Margret Hamm, Vorstandsmitglied im Bund der „Euthanasie"-Geschädigten
und Zwangssterilisierten. Willi Dreßen stellt die Karriere von Prof. Rauch,
Mitarbeiter des Heidelberger „Euthanasie"-Professors Schneider, vor allem
nach der Zeit des Faschismus dar. Welche Rolle den „Kinderfachabteilungen"
in den Landesheilanstalten zukam, beschreibt Gottfried Schmidt in seiner
Zusammenfassung aus den „Heimatgeschichtlichen Wegweisern zu Stätten der Verfolgung
und des Widerstandes 1933-1945". Timo Drewes, Peter Langkafel und Sebastian
Müller stellen die Ergebnisse einer Umfrage bei Studentinnen und Studenten
der Medizin über deren Kenntnisse des deutschen Faschismus vor; Johannes Vossen
schließlich referiert wichtige Erkenntnisse aus seiner Arbeit „Gesundheitämter
im Nationalsozialismus. Rassenhygiene und offene Gesundheitsfürsorge in Westfalen
1900-1959"
Seiten 4-22
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Frauenaußenkommandos
Von Dr. Irmgard Seidel, langjährige Mitarbeiterin der Gedenkstätte Buchenwald,
ist der zweite Teil ihres umfassenden Beitrags zu den Frauenaußenkommandos des
KZ Buchenwald zu lesen. Obwohl 1945 etwa 30 Prozent der in der Rüstungsindustrie
arbeitenden Gefangenen des KZ Buchenwald Frauen waren, wurden deren Arbeits- und
Lebensbedingungen erst in den letzten Jahren erforscht.
Seiten 23-29
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Wieder entdeckt:
"Guernica, die älteste Stadt der baskischen Provinzen und das zentrum ihrer
kulturellen Tradition, wurde gestern nachmittag (26. April 1937) durch einen
Luftangriff der Aufständischen vollständig zerstört ..."
Mit dieser Zeitungsmeldungbeginnt Dirk Krüger seine Rezention des Buches von Hermann
Kesten über "Die Kinder von Gernika".
Seiten 46-47 |
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Pro und Contra:
Die Diskussion um den Namen des Studienkreises und seine alten/neuen Aufgabenfelder
wird mit einem Beitrag von Ulrich Schneider zu einem vorläufigen Ende gebracht.
Am 18. August wird in Frankfurt/Main eine Auswertungsdiskussion stattfinden.
Seiten 34-38
Zum Titelbild:
Die Abbildung rechts (Pfleger und Patient) stammt aus der Zeitschrift Neues Volk
2 (1934), Heft 1; sie wurde übernommen aus dem Dokumentationsband Volk und Gesundheit.
Heilen und Vernichten im Nationalsozialismus; Tübingen 1982.
Die Fotos stellen von oben nach unten dar: Gedenkstätte in Scheuern; Denkmal vor
der Charité in Berlin; Massengräber der Ermordeten, als Einzelgräber getarnt,
in Hadamar; die grauen Busse der GEKRAT am Eichberg/Eltville.
Gestaltung: Gottfried Schmidt
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