Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 e.V. Kinder im KZ Theresienstadt/ Antifaschismus

"informationen" Heft 55, Juni 2002, 27. Jg.

  Home ] Wir über uns ] Termine ] Archiv & Bibliothek ] "informationen" ] Ausstellungen ] Heimatgeschichtl. Wegw... ] Projekte ] Kontakt zu uns ] Links ]

Zwangssterilisationen und „Euthanasie"

Diese Ausgabe hat die Zwangssterilisationen und die als „Euthanasie" ausgegebene Vernichtung von behinderten oder von den Faschisten als solche bezeichneten Menschen zum Schwerpunkt.

 
Dorothee Roer greift die Tatsache auf, dass erneut eine Diskussion über den Unwert menschlichen Lebens geführt wird; dem folgt eine Schilderung des Schicksals von Ruth Preissler durch Margret Hamm, Vorstandsmitglied im Bund der „Euthanasie"-Geschädigten und Zwangssterilisierten. Willi Dreßen stellt die Karriere von Prof. Rauch, Mitarbeiter des Heidelberger „Euthanasie"-Professors Schneider, vor allem nach der Zeit des Faschismus dar. Welche Rolle den „Kinderfachabteilungen" in den Landesheilanstalten zukam, beschreibt Gottfried Schmidt in seiner Zusammenfassung aus den „Heimatgeschichtlichen Wegweisern zu Stätten der Verfolgung und des Widerstandes 1933-1945". Timo Drewes, Peter Langkafel und Sebastian Müller stellen die Ergebnisse einer Umfrage bei Studentinnen und Studenten der Medizin über deren Kenntnisse des deutschen Faschismus vor; Johannes Vossen schließlich referiert wichtige Erkenntnisse aus seiner Arbeit „Gesundheitämter im Nationalsozialismus. Rassenhygiene und offene Gesundheitsfürsorge in Westfalen 1900-1959"
Seiten 4-22
 


 

Frauenaußenkommandos

Von Dr. Irmgard Seidel, langjährige Mitarbeiterin der Gedenkstätte Buchenwald, ist der zweite Teil ihres umfassenden Beitrags zu den Frauenaußenkommandos des KZ Buchenwald zu lesen. Obwohl 1945 etwa 30 Prozent der in der Rüstungsindustrie arbeitenden Gefangenen des KZ Buchenwald Frauen waren, wurden deren Arbeits- und Lebensbedingungen erst in den letzten Jahren erforscht. 
Seiten 23-29  
 

Wieder entdeckt:

"Guernica, die älteste Stadt der baskischen Provinzen und das zentrum ihrer kulturellen Tradition, wurde gestern nachmittag (26. April 1937) durch einen Luftangriff der Aufständischen vollständig zerstört ..."

Mit dieser Zeitungsmeldungbeginnt Dirk Krüger seine Rezention des Buches von Hermann Kesten über "Die Kinder von Gernika".
Seiten 46-47

Die Kinder von Gernika

Pro und Contra:

Die Diskussion um den Namen des Studienkreises und seine alten/neuen Aufgabenfelder wird mit einem Beitrag von Ulrich Schneider zu einem vorläufigen Ende gebracht. Am 18. August wird in Frankfurt/Main eine Auswertungsdiskussion stattfinden.
Seiten 34-38
 

Zum Titelbild:

Die Abbildung rechts (Pfleger und Patient) stammt aus der Zeitschrift Neues Volk 2 (1934), Heft 1; sie wurde übernommen aus dem Dokumentationsband Volk und Gesundheit. Heilen und Vernichten im Nationalsozialismus; Tübingen 1982.
Die Fotos stellen von oben nach unten dar: Gedenkstätte in Scheuern; Denkmal vor der Charité in Berlin; Massengräber der Ermordeten, als Einzelgräber getarnt, in Hadamar; die grauen Busse der GEKRAT am Eichberg/Eltville.
Gestaltung: Gottfried Schmidt
 
 


Inhaltsverzeichnis

Editorial >>Mehr dazu
Dorothee Roer: „... die Zahlen mussten stimmen" - der neue Lebensunwert-Diskurs - Seite 4
>>Mehr dazu
Stichwort: Entschädigung - Seite 7
Margret Hamm: „Sie war ihr Leben lang halb ... - ein Porträt von Ruth Preissler - Seite 8
Willi Dreßen: Die Karriere des HA. Rauch: vom Assistenzarzt des „Euthanasie"-Professors Schneider zum Professor für forensische Psychiatrie und Gerichtsgutachter - Seite 9
... steigerte man durch Nahrungsmittelentzug und mangelnde Pflege die „natürliche" Sterblichkeitsrate erheblich ... die Kinderfachabteilungen der Landesheilanstalten - Seite 12
Timo Drewes, Peter Langkafel, Sebastian Müller: ASAMANS - Asking Students About Medicine And National Socialism - Seite 15
Ein „Stolperstein" zum Gedenken an das „Euthanasie"-Opfer Heinrich Keller - Seite 17
Johannes Vossen: Die Rolle der Gesundheitsämter bei der Durchführung von Zwangssterilisation und „Euthanasie" - Seite 18
Bund der „Euthanasie"-Geschädigten und Zwangssterilisierten - Seite 22
Irmgard Seidel: Weibliche Häftlinge des KZ Buchenwald in der deutschen Rüstungsindustrie (2. Teil) - Seite 23
Joachim Neander: Was bringt der Begriff „Vernichtung durch Arbeit" für die historische Analyse? - Seite 30
Pro & Contra - Diskussion um das Selbstverständnis des Studienkreis - Seite 31 >>Mehr dazu
Neuzugänge - Seite 34
Buchbesprechungen - Seite 34 >>Mehr dazu
Erinnern als Vermächtnis: Neue Videofilme - Seite 45
Wieder entdeckt: Hermann Kesten: Die Kinder von Gernika - Seite 46
Impressum - Seite 47
„Fürsorgeerziehung endet wegen Tod." Denk-Mal für die Sinti-Kinder von Mulfingen im Jugendamt Stuttgart - Seite 48
 

 
Impressum:

Informationen des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945 e.V.
Nr. 55, Juni 2002, 27. Jahrgang, ISSN 0938-8672
Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 e.V.
Rossertstraße 9, 60323 Frankfurt am Main,
Telefon (069)72 15 75, Fax (069) 71 03 42 54,
E-Mail: kontakt@studienkreis-widerstand-1933-45.de
Internet: http://www.studienkreis-widerstand-1933-45.de

Redaktion: Margret Hamm, Ursula Krause-Schmitt, Gottfried Schmidt
Gestaltung: Grafik & Satz, Gottfried Schmidt, 55252 Mainz-Kastel, (06134) 23 01 20
Erscheinungsweise: Zweimal jährlich (Frühjahr/Herbst)
Verkaufspreis: Abonnement 11 Euro; Einzelheft 5.50 € jeweils zuzüglich Versandkosten
Bankverbindung: Postbank Frankfurt/Main, Konto 314124-603, BLZ 500 100 60
Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion
© Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-45 e.V.


Bestellen


Zum Seitenanfang
<< Zurück zur Seite "informationen" alle Jahrgänge