Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 e.V. Kinder im KZ Theresienstadt/ Antifaschismus

"informationen" Heft 54, November 2001, 25. Jg.

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Zwangsarbeit - Widerstand

Günter Heuzeroth (Forschungen zur Zwangsarbeit im Emsland) legt dar, dass vor allem das Überleben in einer feindlich gesonnenen Umgebung ein zentraler Aspekt des Widerstehens der zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppten Menschen, in der Mehrzahl Jugendliche, war. Dennoch hat es viele über die teils auch solidarisch organisierte Sicherung des Überlebens hinausgehenden Formen des Widerstands gegeben.

An Beispielen aus verschiedenen Regionen, die bei den Forschungen zu den „Heimatgeschichtlichen Wegweisern zu Stätten des Widerstands und der Verfolgung 1933-1945" bekannt wurden, werden die angesprochenen Aspekte vertieft.

Mit Jozef Kunik, der als 17-Jähriger aus Krakau zur Zwangsarbeit nach Frankfurt am Main deportiert wurde, kommt ein Überlebender zu Wort.

Seiten 4-15

Frauenaußenkommandos

Von Dr. Irmgard Seidel, langjährige Mitarbeiterin der Gedenkstätte Buchenwald, ist der erste Teil ihres umfassenden Beitrags zu den Frauenaußenkommandos des KZ Buchenwald zu lesen. Obwohl 1945
30 Prozent der in der Rüstungsindustrie arbeitenden Gefangenen des KZ Buchenwald Frauen waren, werden deren Arbeits- und Lebensbedingungen erst in den letzten Jahren erforscht. Seiten 16-23

Du sollst nicht töten

Zeugnis ablegen

Im Schwerpunkt „Zeugnis ablegen" finden sich der zweite Teil der Erinnerungen von Pfarrer Rudolf Dohrmann, die Ergebnisse der Spurensuche zu Her­mann Peters, einem Überlebenden des KZ Dachau, sowie die Studie von Axel Ulrich zum 20. Juli 1944 und seinen Verankerungen im Rhein-Main-Gebiet.

Seiten 26-33

Pro und contra:

Die Diskussion um den Namen des Studienkreises und seine alten/neuen Aufgabenfelder wird mit einem Beitrag von Prof. Reinhard Kühnl fortgeführt: "Arbeiterbewegung und Faschismus: Historische Erfahrungen und aktuelle Gefahren." Seiten 34-38

 


Inhaltsverzeichnis

Editorial >>Mehr dazu
Günter Heuzeroth: Ausländische ZwangsarbeiterInnen unter der Naziknute - Gefahren widerstehen, sich dem Unrecht widersetzen, mit dem Leben davonkommen - Seite 4 >>Mehr dazu
Józef Kuznik: „Schon auf der Reise habe ich überlegt, wie ich zurückkomme." - Erinnerungen eines polnischen Zwangsarbeiters - Seite 8
„... ist eine nicht unerhebliche Zahl von dort Beschäftigten flüchtig gegangen ..:' - Beispiele aus den „Heimatgeschichtlichen Wegweisern" zum Widerstand von ausländischen Zwangsarbeiter/innen -
Seite 12
Irmgard Seidel: Weibliche Häftlinge des KZ Buchenwald in der deutschen Rüstungsindustrie
(1. Teil) - Seite 16
Ulrich Schneider: Das KZ Mittelbau-Dora. Neue Forschungen zu Zwangsarbeit und Widerstand - Seite 24
Rudolf Dohrmann: Widerstand nach 1945 (2. Teil) - Seite 26
Wolfgang Janz: Hermann Peters - ein Mensch mit Ecken und Kanten - Seite 28
Axel Ulrich: Der „20. Juli 1944" und Regimegegner aus Wiesbaden - Seite 30
Pro und contra: Antifaschistischer und/oder deutscher Widerstand - Fortführung der Diskussion, u.a. mit dem Beitrag von Reinhard Kühnl: Arbeiterbewegung und Faschismus. Historische Erfahrungen und aktuelle Gefahren - Seite 34 >>Mehr dazu
Neuzugänge: - Seite 39
Buchbesprechungen: - Seite 39 >>Mehr dazu
Wieder entdeckt: „Man muss wissen, wann es Zeit ist zum Wagen" - das Buch von Lisa Fittko
„Mein Weg über die Pyrenäen" - Seite 47 >>Mehr dazu
Antisemitische Schmierereien in der KZ-Gedenkstätte Dachau - Resolution der Lagergemeinschaft Ravensbrück/Freundeskreis - Seite 48
Auf Seite 46 befindet sich ein Hinweis auf die neue Ausstellung des Studienkreises „Kinder im KZ Theresienstadt - Zeichnungen, Gedichte, Texte" >>Mehr dazu
 

  Impressum:
„informationen" - Zeitschrift des Studienkreises Deutscher Widerstand
Rossertstraße 9, 60323 Frankfurt am Main,
Telefon (069)72 15 75, Fax (069) 71 03 42 54, E-Mail: kontakt@studienkreis-widerstand-1933-45.de
Verantwortlich für diese Ausgabe: Margret Hamm, Ursula Krause-Schmitt, Gottfried Schmidt
Gestaltung/Druck: Gottfried Schmidt, 55252 Mainz-Kastel, (06134) 23 01 20
Titel: Gottfried Schmidt
Kooperation: VAS, 60486 Frankfurt-Bockenheim
Die „informationen" erscheinen zweimal im Jahr, Jahresabonnement 11 € zuzüglich Porto
Preis für das Einzelheft: 5.50 € zuzüglich Porto
Postgirokonto Frankfurt/Main 314124-603; BLZ 500 100 60
„informationen" - Studienkreis Deutscher Widerstand, ISSN 0938-8672

Redaktionsschluß für Heft 55: 1. März 2002

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