Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 e.V.

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Der Tagungsband ist fertig!

Nach der erfolgreichen Tagung vom 17./18. März 2007 in Frankfurt am Main liegt seit Oktober das dazugehörende Buch mit den Referaten vor.

Der Tagungsband kann direkt beim Studienkreis bestellt werden
(Preis:19,80 Euro dazu die Versandkosten). Tagungsband bestellen>>
 

Tagungsband

 
 

Inhaltsverzeichnis
 

In memoriam
Peter Gingold


8
Einleitung
Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Perspektiven der Vermittlung


10
Thomas Altmeyer
Widerstand gegen das NS-Regime
Stand und Perspektiven der Forschung


24
Falk Pingel
„Nicht alle Deutschen machten mit“
Der Widerstand in deutschen Schulgeschichtsbüchern


43
Catrin Ingerfeld, Kurt Schilde
„Se wollten kein HJ-Montur, se wollten keine Drill.
Se fohren rus en de Natur un spillten Buffalo Bill“

Jugendopposition am Beispiel des Spielfilms „Edelweißpiraten“



66
Beate Kosmala
Hilfe für Juden in Deutschland 1938–1945
Der Rettungswiderstand in Forschung und Erinnerung


90
Martin Stöhr
Christliches Gewissen im Widerstand
Das Beispiel von Martin Niemöller und Dietrich Bonhoeffer


109
Ursula Krause-Schmitt
Widerstand von Jüdinnen und Juden in Deutschland

128
Barbara Schieb
Zwischen „gesundem Menschenverstand“ und Opferbereitschaft
Zum Verständnis von Juden und Nichtjuden im Widerstand 1943–1944
am Beispiel der Gemeinschaft für Frieden und Aufbau



140
Hans Coppi
Zeitzeugen der zweiten Generation?
Die Weitergabe der Erinnerungen


160
Dietfrid Krause-Vilmar
Menschenrechtserziehung im Rahmen der
historisch-politischen Bildung


170
Frank Heidenreich
Widerstand aus der Arbeiterbewegung
Überlegungen für eine kritische politische Bildungsarbeit


182
Brigitte Kather
Perspektiven und Identität durch Erinnerung an
den Widerstand in Europa


190
Jörg Wollenberg
„Lager für Juden“? Spurensuche in einer Kleinstadt
Aus der Sicht eines Zeitzeugen der Kriegsgeneration


201
Eberhard Görner
Spurensicherung von Geschichte
in Dokumentarfilme


226
Hannes Heer
Das Dritte Reich des Guido Knopp
Vom medialen Umgang mit der Nazivergangenheit


241
Grußworte 259
Autorinnen und Autoren 267


Freitag: Die Ost-West-Wochenzeitung 19. 09.05.2008
Zum antifaschistischen Widerstand

BUCHEMPFEHLUNG*

"Was wird noch geglaubt, wenn über dieses schrecklichste, grauenhafteste Kapitel deutscher Geschichte die Nachgeborenen es nur noch aus Büchern, Filmen, Videos vermittelt erhalten", fragte der im Oktober 2006 verstorbene, unvergessene Peter Gingold schon vor Jahren. Seine Vorstellung von dieser "Zeit danach" war ihm ein Alptraum. Aber wie Geschichte und Erfahrungen des antifaschistischen Widerstands vor unterkühlter Historisierung bewahren und in ganzer Breite zugänglich erhalten?

Der Frankfurter Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 hatte im vergangenen Frühjahr vor allem Mitwirkende im Bildungsbereich zu einer Tagung mit dem Untertitel "Perspektiven der Vermittlung" eingeladen, um sich diesen Fragen zu stellen. Anlass war der 40. Jahrestag der Gründung des Studienkreises, den Angehörige des deutschen Widerstandes 1967 ins Leben gerufen hatten, um den von vielen "blinden Flecken" geprägten Geschichtsdarstellungen in der westdeutschen Restaurationsperiode entgegenzutreten.

Die Beiträge der Tagung sind jetzt in einem Sammelband nachzulesen, der all jenen fundierte Arbeitshilfe bietet, die inmitten des Mainstream historischer Relativierung der Darstellung des gelebten Widerstandes weiterhin den notwendigen Platz einräumen und dessen Botschaft weitergeben. Die Themen reichen von der Behandlung des Widerstandes in Schulbüchern (Falk Pingel) bis zu Hannes Heers Demaskierung der Vermarktung des Naziregimes durch Guide Knopps "Ereignisfernsehen". Am Beispiel des Films Edelweißpiraten behandeln Katrin Ingerfeld und Kurt Schilde die Möglichkeiten, antifaschistische Jugendopposition im Schulunterricht zum Thema zu machen. Jörg Wollenberg schildert Mühen und Möglichkeiten lokaler Spurensuche. Weitere Beiträge befassen sich vor allem mit dem Widerstand aus der Arbeiterbewegung und den Erfahrungen als Dokumentarfilmer Eberhard Görner.

Soweit Bücher in der Bildungsarbeit dies überhaupt leisten können, trägt der Sammelband in ausgezeichneter Weise dazu bei, dass "die Geschichte des Widerstandes kein papierenes Wissen bleibt", wie dies einer der Mitgründer dem Frankfurter Studienkreis seinerzeit auf den Weg gegeben hatte.
Horst Schmitthenner

Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Perspektiven der Vermittlung. Studienkreis Deutscher Widerstand 1933 - 1945 (Hg.). Bd. 1 der Schriftenreihe des Studienkreises. 268 Seiten, Frankfurt am Main 2007, 19,80 EUR

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